02.05.2019
Riedberger Horn ist gerettet! FREIE WÄHLER setzen Rücknahme der Alpenplanänderung durch ‒
 Hold: »Statt ewigem Streit gilt unsere Energie jetzt dem Natur- und Heimatschutz!«

Andere reden, wir FREIE WÄHLER Bayern handeln! Der erbitterte Streit um die Alpenplanänderung und das Riedberger Horn ist zu Gunsten der Natur beendet. Dazu der Allgäuer Landtagsabgeordnete Alexander Hold (FW): »Was wir FREIE WÄHLER im Koalitionsvertrag gefordert haben, wird nun umgesetzt: Ende der Streitigkeiten, dafür Natur- und Heimatschutz am Riedberger Horn.«

München. Es ist ein glänzender Tag für den Naturschutz in Bayern! Das Streitthema Riedberger Horn ist beigelegt. Bei einer Ministerratssitzung am Dienstag wurde die Änderung des Alpenplans zurückgenommen. Dieser sah vor, dass die Alpenregion am Riedberger Horn in den westlichen Allgäuer Alpen zum Zwecke von Ski- und Bergtourismus umgestaltet werden sollte.

Es ist eine wegweisende Entscheidung: Die rund 80 ha Flächen am Riedberger Horn, die die CSU-Alleinregierung letztes Jahr in den Schutzstatus B herabgestuft hatte, erhalten wieder den höheren Schutzstatus der Zone C.  Damit sind Vorhaben wie Skiabfahrten oder Bergbahnen unzulässig. Schon in den Koalitionsverhandlungen haben die FREIEN WÄHLER betont, die Alpenplanänderung aus 2018 wieder rückgängig machen zu wollen. Auf Druck der FREIEN WÄHLER, im Sinne von Heimat-, Natur- und Tierschutz, wird nun die Alpenplanänderung von der neuen Staatsregierung zurückgenommen. Damit ist auch der Schutz der Lebensräume der Raufußhühner, also Auer- und Birkhuhn, gewährleistet.

Auch der Landesvorsitzende, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, lobt die Entscheidung und betont zugleich, stärker in den naturnahen Tourismus in der Heimat zu investieren. Aiwanger ist über die Landesplanung für das Thema zuständig. Er hatte sich nachdrücklich für die Korrektur des Alpenplans eingesetzt. Aiwanger dazu: »Der erbitterte Streit um die Alpenplanänderung und das Riedberger Horn ist damit im Sinne der Natur beendet. Diese Forderung der FREIEN WÄHLER im Koalitionsvertrag ist jetzt erfüllt und es kann wieder Ruhe vor Ort einkehren. Es ist eine wegweisende Entscheidung, dass wir den Teil der Zone B am Riedberger Horn wieder dem höheren Schutzstatus der Zone C zugeordnet haben. Die 304 Hektar naturschutzfachlich sehr wertvollen Gebiete am Bleicherhorn und Hochschelpen, die quasi als Ausgleich zum Riedberger Horn von Zone B auf Zone C angehoben wurden, belassen wir in Zone C.«  Auch im Sinne des Tierschutzes ist die Entscheidung wichtig: »Damit wird Auer- und Birkwild vor Ort geschützt«, sagt Aiwanger.

Das Thema Tourismus steht für die FREIEN WÄHLER dennoch weit oben: Die Alpenregion soll durch ergänzende Maßnahmen profitieren, die besonders den Tourismus in Einklang mit der Natur in den Vordergrund stellen.

Der Allgäuer Abgeordnete und Landtagsvizepräsident Alexander Hold schaut schon voraus: »Im Haushalt sind 20 Millionen Euro für das Gebiet um das Riedberger Horn vorgesehen. Damit müssen wir einen nachhaltigen Tourismus in Einklang mit der Natur, Artenschutz und die Biodiversität rund um die Hörnerdörfer stärken. Ein Leuchtturm soll das ›Zentrum Naturerlebnis alpin‹ für Einheimische und Touristen werden. Nicht nur die Hörnerdörfer Balderschwang und Obermaiselstein, sondern die gesamte Region kann von den Pilotprojekten ›Innovative und umweltfreundliche Mobilität‹ und ›Digitale Hörnerdörfer Allgäu‹ profitieren.«