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19.08.2026
Gemeinsam statt 171-mal einzeln: Neue Wege bei der Feuerwehrbeschaffung

Hold: Wir machen Ernst mit Bürokratieabbau 

171 bayerische Kommunen beteiligen sich an einer gemeinsamen Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen – und sparen dabei voraussichtlich Millionen. Im Mittelpunkt steht das Löschgruppenfahrzeug LF 10, ein bayernweit bewährter und weit verbreiteter Fahrzeugtyp. Es wird für die Brandbekämpfung, die Wasserförderung und kleinere technische Hilfeleistungen eingesetzt. 

»Mit der gemeinsamen Beschaffung wollen wir unsere Kommunen ganz konkret entlasten. Statt dass jede Gemeinde für ein einzelnes Feuerwehrfahrzeug eine eigene europaweite Ausschreibung durchführen muss, wird der Bedarf gebündelt. Das spart Zeit und Verwaltungsaufwand und schafft zugleich die Grundlage für deutlich günstigere Einkaufspreise. Wir rechnen mit Einsparungen von bis zu 150.000 Euro pro Fahrzeug«, erklärt Alexander Hold, Abgeordneter der Freien Wähler. Davon profitieren insbesondere kleine und mittelgroße Kommunen, für die umfangreiche Ausschreibungs- und Beschaffungsverfahren eine besondere Belastung darstellen. Gleichzeitig wird das Beschaffungs- und Fördersystem einfacher und effizienter. Die Beteiligung an der Sammelbeschaffung ist auch im Oberallgäu groß: Schon jetzt nehmen neun Feuerwehren daran teil (FF Vorderburg, FF Bad Oberdorf, FF Probstried, FF Bihlerdorf, FF Altusried, FF Stein, FF Eckarts, FF Akams, FF Schöllang). Wichtig ist dabei: Die Kommunen behalten ihre Wahlfreiheit. Das bedeutet, diese können das gemeinsame Beschaffungsangebot nutzen, müssen es aber nicht. Wer eine individuelle Lösung benötigt, kann weiterhin eigenständig beschaffen. »Wir wollen Bürokratie dort abbauen, wo sie Kommunen unnötig belastet, und gleichzeitig dafür sorgen, dass mehr Geld für die wichtigen Aufgaben vor Ort zur Verfügung steht. Die gemeinsame Feuerwehrbeschaffung zeigt, wie aus Vereinfachung ganz konkret Entlastung werden kann«, betont Hold abschließend.